Konterbier aus Oberfranken

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Bier aus Franken

Die höchste Brauereidichte der Welt. Diesen Rekord kann die Region Franken für sich verbuchen. Hier, in einer abwechslungsreichen und herrlichen Landschaft finden sich 265 Brauereien. Angefangen von Landbrauereien mit einem relativ geringen Bierausstoß über private Brauereien bis zu Brauereien, die im Besitz großer Braukonzerne sind. Die fränkische Biervielfalt und ebenso die fränkische Braukultur werden in jedem dieser Unternehmen gepflegt, ob nun gemütlich im Kleinen, etwa in einer Brauereigaststädte, oder in den Großbetrieben, die den Ruhm des fränkischen Bieres über die Grenzen hinaustragen. Das Zentrum der Braukultur findet sich mit 154 gewerblich betriebenen Braustätten in Oberfranken, aber auch Mittelfranken weist noch 60 Brauereien aus und sogar im Regierungsbezirk Unterfranken, mit dem fränkischen Bocksbeutel eigentlich ein typisches Weinanbaugebiet, sind 50 Brauereien beheimatet.

Die Weltkulturerbe-Stadt Bamberg stellt quasi das Herz der fränkischen Bierkultur dar. Hier finden sich neben einer Gasthausbrauerei zusätzlich 8 Traditionsbrauereien und nicht zu vergessen die Lehrbraustätte der Berufsfachschule, in der angehende Brauer und Mälzer ausgebildet werden. Malz, neben dem Hopfen eine der wichtigsten Zutaten für ein gutes Bier, wird in Bamberg von zwei Handelsmälzereien vertrieben. Eines der Unternehmen betreibt sogar eine Versuchsbrauerei. Lediglich die zwei in Bamberg ansässigen Rauchbierbrauereien stellen ihr Malz selber her. Wenn schon Franken die Region ist, die weltweit die höchste Brauereidichte besitzt, so ist Bamberg die Stadt, die unter allen Städten dieser Welt die höchste Dichte an Brau- und Mälzereien aufweist. Da ist es wenig verwunderlich, das sich in der alterwürdigen Domstadt auch eine Brauereimaschinenfabrik ansiedelte und dies schon vor so langer Zeit, dass sie als das älteste Unternehmen dieser Branche weltweit angesehen wird. Mehr Kompetenz und Tradition in Bezug auf das Brauen von Bier als es in Bamberg vorhanden ist, kann wohl kaum ein anderer Ort aufweisen.

Einer dieser Gründe für diese schon Jahrhunderte währende Tradition liegt in der besonderen Lagerung und Kühlung des Bieres. In den sanften Hügeln des fränkischen Landes finden sich natürliche Felshöhlen und zusätzlich haben die Bewohner schon vor langer Zeit Stollen in die Berghänge getrieben, um das Bier in der Sommerzeit ausreichend kühlen zu können. Schnell kam man auf die Idee, die Felsenkeller nicht nur zum Kühlen des Gerstensaftes zu nutzen, sondern ebenso zum Ausschank. Vor den Höhlen und Stollen wurden Bänke und Tische unter schattigen Bäumen aufgestellt und die herrliche Aussicht machte den Ausflug zum Bierkeller erst recht zum Erlebnis. Die Brotzeit zum Bier brachte damals jeder Besucher selber mit, eine Tradition, die sich in den Brauereigaststätten fortsetzte und sogar noch heute, zumindest teilweise, zu finden ist.

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Die Brotzeit gehört zum guten fränkischen Bier genauso dazu wie die fränkische Alb, das Fichtelgebirge, der Frankenwald, Rhön, Spessart und natürlich der Thüringerwald wie auch der Odenwald. Dies sind Mittelgebirge, die das Land Franken mit ihren Erhebungen prägen. Prägend für Franken ist neben gutem Bier und gutem Wein ebenso das vorzügliche Essen, wobei der Brotzeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Allein in Oberfranken sind 714 Metzgereien und 529 Bäckereien unter anderem damit beschäftigt, die Zutaten zu einer zünftigen Brotzeit herzustellen, natürlich in bester handwerklicher Tradition. Zu mehr als 1000 verschiedenen Biersorten sind fränkisches Brot, Brezel und Brötchen zusammen mit Speck, Wurst und Fleisch aus der Region ein Genuss, der einfach unvergleichlich ist.

Die Tradition des Bierbrauens in Franken geht weit ins Mittelalter zurück. So sind noch heute zwei Brauereien in Betrieb, deren Gründung auf das 12. Jahrhundert zurückgeht. In Oberfranken die Klosterbrauerei Weißenohe, gegründet im Jahr 1100, sowie in Mittelfranken die Braustätte Wurm, die seit 1135 besteht. Wenn schon die Region Franken sowie die darin befindliche Stadt Bamberg Rekorde bezüglich der Brauereidichte aufweisen, so ist es kaum verwunderlich, das auch ein Dorf in Oberfranken einen Rekord aufweist und dieser ist sogar im Guinness Buch der Rekorde vermerkt. Die Großgemeinde Aufseß mit gerade einmal 1500 Personen beherbergt in ihrer Gemarkung vier Brauereien. Das ist somit die höchste Brauereidichte der Welt.

Insgesamt finden sich in Oberfranken 201 Brauereien, sowohl gewerbliche wie private, und innerhalb dieser Region zeigt sich die fränkische Schweiz mit 73 Brauereien als ein Zentrum im Zentrum.So wie die Weinfranken sind auch die Bier-Franken gesellige und leidenschaftliche Genießer, wobei der beliebteste Ort zum Biergenuss natürlich der Biergarten ist, aber auch die zahlreichen Kirchweihen, allein in der fränkischen Schweiz finden davon pro Jahr über 280 statt, sind gute Gelegenheiten, die verschiedenen Biersorten der Region kennen zu lernen beziehungsweise die Lieblingsbiersorte ausreichend zu kosten.

Wo anders auf der Welt als in der fränkischen Schweiz könnte im Jahr 2016 das 500-jährige Bestehen des Bayrischen Reinheitsgebotes besser gefeiert werden, das 1516 von den Herzögen Wilhelm IV und Ludwig X erlassen wurde. In der Region werden zu diesem Anlass verschiedene Veranstaltungen durchgeführt, deren Mittelpunkt natürlich die Brau- und Bierkultur der fränkischen Schweiz bildet.

Eine weitere Möglichkeit, die Landschaft, die Menschen und die Traditionen des Frankenlandes und im speziellen die fränkische Schweiz kennen zu lernen, bildet beispielsweise die Rad- oder Fußwanderung entlang des 13-Brauereienweges, der von Memmelsdorf über Tiefenellern nach Strullendorf führt. Eindrucksvolle und Idyllische Landschaften bieten dem Auge eine wunderbare Vielfalt und schattige Bierkeller sowie urige Gasthäuser bieten Rast und Genuss aus der fränkischen Küche.

 

 

Das deutsche Reinheitsgebot für Bier erfreut sich weltweiter Anerkennung

„Wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken“, stellte Martin Luther bereits früh fest. Schon der große Theologe und Reformator wusste also beizeiten um den Wohlgeschmack des „flüssigen Goldes“. Ob ihn diese unwiderlegbare Gewissheit vor dem Jahre 1516 oder erst danach ereilte, ist indessen unbekannt. Das ist vor allem deshalb interessant, weil am 23. April dieses Jahres unser weltbekanntes Reinheitsgebot für Biere erlassen wurde. Initiator war damals Herzog Wilhelm IV. von Bayern. Inzwischen hat diese Verordnung zwar zahlreiche Novellierungen erfahren, aber auch heute halten sich die Hersteller in Deutschland insofern daran, als für die Herstellung von Bieren ausschließlich Wasser, Gerste, Hopfen und Malz verwendet werden darf.

1.350 Brauereien stoßen 95 Millionen Hektoliter aus

Dieses rund 500 Jahre alte Reinheitsgebot beschert dem in Deutschland gebrauten Gerstensaft weltweit höchste Anerkennung. Zwar sind wir nicht – wie vielfach angenommen – die größte Braunation der Welt, jedoch in Europa können wir diesen Anspruch immer noch erheben. So stellten die rund 1.350 bundesdeutschen Brauereien (so viele gibt es bei uns tatsächlich) 2015 immerhin 95 Millionen Hektoliter Gerstensaft her. Darin sind die alkoholfreien Sorten enthalten, deren Absatz immer weiter steigt. Dass unser Reinheitsgebot von 1516 hierbei eine große Rolle spielt, wird ganz sicher niemand von der Hand weisen können. Wenngleich der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland in den letzten Jahren leicht rückläufig war, erhofft die deutsche Brauwirtschaft, auch 2016 ein ähnliches Absatzniveau zu erreichen. Gründe hierfür sind einerseits die Fußball-Europameisterschaft und andererseits das runde Jubiläum unseres Reinheitsgebotes, welches in diesem Jahr seinen 500. Geburtstag feiert. Besonders in Bayern sollen aus diesem Anlass viele Aktivitäten stattfinden. Im Freistaat plant man, das „älteste Lebensmittelgesetz der Welt“ besonders zu würdigen. Im April findet zum Beispiel in Ingolstadt der deutsche Brauertag statt. Tags darauf wird das Reinheitsgebot mit einem „Tag des Bieres“ gefeiert. Ende April schließlich folgt im Kloster Aldersbach bei Passau die Landesausstellung „Bier in Bayern“.

Reinheitsgebot gestattet keine künstlichen Zusätze

Das man das Reinheitsgebot im südlichsten Bundesland besonders feiert, ist leicht nachzuvollziehen: Von den 1.350 Brauereien in Deutschland ist mit 600 Herstellern fast die Hälfte in Bayern beheimatet. Eine weitere imponierende Zahl: All diese Brauereien zusammen zeichnen für die Herstellung von über 5.500 Biermarken verantwortlich. Jedoch genießt das Reinheitsgebot auch bei fast allen anderen deutschen Biertrinkern nach wie vor einen hohen Stellenwert: Mehr als 90 Prozent aller Liebhaber des edlen Gerstensaftes setzen darauf, dass hierzulande gebrautem Bier keinerlei Zusatz beigemischt werden darf. Und das Reinheitsgebot ist immer noch der Garant hierfür. Vor diesem Hintergrund genießt der Kenner nach wie vor gern ein „kühles Blondes“ nach Feierabend oder lässt sich sein Lieblingsbier in geselliger Runde schmecken. Dabei ist es schon erstaunlich, wie variantenreich die Herstellung des Bieres sein kann. Trotz des Reinheitsgebotes nämlich werden Sorten hergestellt, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Die Ursache dafür ist, dass beim Brauen knapp 200 verschiedene Hopfensorten verwendet werden können und darüber hinaus rund 40 Malzarten zur Verfügung stehen. Vom Pils, das mit mehr als 50 Prozent vom Gesamtumsatz das meistgetrunkene Bier ist, bis zum starken Bockbier und vom hoch vergorenen hellen Kölsch bis zum obergärigen Altbier: Deutschlands Bierkenner vertrauen auf die Verordnung von Herzog Wilhelm IV. von Bayern und Herzog Ludwig X., welche die beiden Brüder am 23. April 1516 im bayerischen Ingolstadt erlassen haben.

In München selbstverständlich: Vertrauen in Oktoberfest-Bier

Wenn Münchens Oberbürgermeister alljährlich Ende September mit den Worten „Ozapft is!“ die Wiesn einläutet, startet das größte Volksfest der Welt. Dann kommen zwischen 6 und 7 Millionen erwartungsfrohe Gäste aus der ganzen Welt auf die berühmte Theresienwiese und feiern das Oktoberfest. Nicht nur rund 200 Fahrgeschäfte, historische Buden und farbenprächtige Umzüge machen den Reiz dieses gigantischen Spektakels aus: Bei zünftiger Blas- und Schlagermusik rinnen hier sage und schreibe zwischen 7 und 8 Millionen Maß Bier durch durstige Kehlen. Dabei wird in 14 großen und 15 kleinen Festzelten ausschließlich Bier ausgeschenkt, welches von den großen Münchner Traditionsbrauereien wie Spatenbräu und Paulaner, Hofbräu und Augustiner sowie Löwenbräu und Hacker-Pschorr gebraut wurde. Und gerade hier, in der Hauptstadt des Freistaates Bayern, verlassen sich Jahr für Jahr auf dem Oktoberfest fröhliche Gäste in Feierlaune darauf, dass jede einzelne Maß Bier hundertprozentig dem Reinheitsgebot von 1516 entspricht.

Konterbier wissenschaftlich

Zur Wirkungsweise des Konterbiers gibt es mindestens zwei wissenschaftliche Theorien:
Innerhalb der ersten Theorie wird der Hangover als erste Stufe eines Alkoholentzugs bezeichnet, der nur durch weitere Alkoholzufuhr gelindert werden kann. Ob ein, zwei, drei, vier oder mehr Konterbierchen – hier kann eine allgemeingültige Dosis nicht vorgegeben werden und dies ist die alleinige Schwäche sowohl des Konterbiers als auch der ersten Theorie.

Die zweite Theorie schreibt dem Hangover eine ganz leichte Alkoholintoxikation zu, die die menschlichen Gehirnfunktionen und das allgemeine Wohlbefinden sogar für bis zu drei Tage zu beeinträchtigen in der Lage ist. Hauptursachen sind die Stimulierung und Denaturierung körpereigener Eiweiße durch das Ethanol-Abbauprodukt Acetaldehyd sowie eine durch den Alkohol entstandene Dehydratation des Organismus. Daraus resultiert ein Dysäquilibrium. Unter Dysäquilibrium versteht der Experte einen schnellen Entzug von wichtigen Stoffen aus dem Blut.
Abschließend muss deshalb festgestellt werden, dass den stofflichen Blutverlusten am besten mit einem Konterbier entgegengewirkt wird.

Konterbier – hilft das wirklich?

Das kennt beinahe jeder: Trotz aller guten Vorsätze hat man am Vorabend in geselliger Runde das ein oder andere Bier zu viel getrunken und vielleicht noch mit ein paar hochprozentigen Beschleunigern nachgeholfen. Und jetzt hat man den Salat: Brummschädel, pelzige Zunge, verklebte Augen, stechender Durst – der Kater ist da. Ein bekanntes Hausmittel gegen den Kater ist das sogenannte »Konterbier«, man soll ihn also durch die neuerliche Zufuhr von Alkohol bekämpfen. Funktioniert das wirklich, oder macht man den Kater am Ende gar schlimmer?

Zunächst klingt das mit dem Konterbier durchaus logisch: Der am Vorabend genossene Alkohol hat harntreibend gewirkt, man hat also jede Menge Wasser und Elektrolyte verloren. Man hat nicht nur Durst, die Dehydrierung ist auch für die Kopfschmerzen und die meisten anderen Symptome eines Katers verantwortlich. Da klingt es doch beinahe logisch, Durst und Kopfschmerz mit einem frischen, kühlen Bier zu bekämpfen. Denn das bringt nicht nur den Flüssigkeitshaushalt wieder ins Lot.

Alkohol erweitert außerdem die Blutgefäße. Dadurch wird einem angenehm warm, man glaubt, sich besser zu fühlen. Je nach Situation kann einen der frisch getrunkene Alkohol auch betäuben, stimulieren oder in Euphorie versetzen, vielleicht auch gleichzeitig.

Dann wäre also alles schick mit dem Konterbier? Eins auf den Kater drauf und er ist Geschichte?

Nun ja, die erste Frage ist ja, ob man sich überhaupt erlauben kann, ein Konterbier zu sich zu nehmen. Wenn man zum Beispiel mit dem Auto zur Arbeit fährt, können Restalkohol plus frisches Konterbier schon für die Fahruntüchtigkeit sorgen. Und so gefährdet man nicht nur den eigenen Führerschein, sondern auch die eigene Gesundheit und die anderer Verkehrsteilnehmer. Und natürlich ist man in dem Zustand, in den einen ein Konterbier versetzt, auch nur eingeschränkt arbeitsfähig. Will man z. B. schwerwiegende berufliche Entscheidungen im angetüterten Zustand treffen? Komplizierte Abläufe mit Alkohol im Blut steuern? Viele Menschen reden sich ein, dass sie Alkohol einfach wegstecken, sie tun es aber nicht.

Aber am Wochenende, da wäre ein Konterbier doch okay?

Eigentlich auch da nicht, denn der eigentliche Kater ist ja auch nach dem Konterbier noch da. Er macht einem nur nichts mehr aus, weil man gerade begonnen hat, sich den nächsten Rausch anzutrinken. Es ist ähnlich wie mit Schmerzen, die man mit Tabletten bekämpft, ohne nach dem Grund für das Unbehagen zu forschen. Es werden lediglich die Symptome unterdrückt, die Ursache der Schmerzen bleibt. Und wenn der Alkohol des Konterbiers den Körper verlässt, wird sich auch der Kater zurückmelden. Vermutlich mit verstärkten Symptomen.

Es muss nicht so dramatisch werden wie in der 2009er US-Filmkomödie „The Hangover“ mit Bradley Cooper, Zach Galifianakis und Ed Helms, wo sich die Protagonisten nach einer durchzechten Nacht auf dem Dach des Caesars Palace Hotel am Las Vegas Boulevard total verkatert in einer verwüsteten Suite wiederfinden. Dort sitzt ein Tiger in der Badewanne und ein weißes Huhn läuft herum. Außerdem finden die Herren im Kleiderschrank ein ihnen unbekanntes Baby, einer trägt das Armband eines Krankenhauses, einem fehlt ein Schneidezahn und außerdem hängt eine ihrer Bettmatratzen an der Hotelfassade.

Sicher, meist schnurrt der Kater nicht ganz so heftig und für so manche Menschen ist ein Gläschen Bier zu viel überhaupt kein Problem. Es gibt sogar wissenschaftliche Erhebungen, wonach beinahe zwei Drittel der Deutschen ein Hausrezept gegen die Folgen einer heftigen Zechtour parat haben. Neben den sehr beliebten Kopfschmerztabletten, Unmengen von Rollmöpsen und Mineralwasser oder einem riesigen Eier-Käse-Speck-Katerfrühstück gilt das Konterbier als sehr probates Mittel: Man macht am nächsten Morgen einfach so weiter, wie man am Vorabend aufgehört hat – und genehmigt sich ein ganz einfach noch ein Bierchen gegen den Kater …

Der Begriff Kater stammt übrigens aus der Umgangssprache trinkfreudiger Studenten des 19. Jahrhunderts. Sie leiteten Kater von Katarrh ab. Auch sie setzten schon das eine oder andere Kontobierchen ein und so wurde es auf der ganzen Welt peu à peu zum probaten Anti-Kater-Mittel. Das beweist beispielsweise die ominöse englische Bezeichnung „Hair of the dog“, die für das Konterbier benutzt wird.

„Hair of the dog“

Die ältesten Belege für die Bezeichnung „Hair of the dog“ im Zusammenhang mit morgendlicher Katerstimmung geht auf einen Text aus dem alten keilschriftlich bezeugten kanaanäischen Stadtstaat Ugarit zurück. 2 400 v. Chr. wurde einer Verkaterung des Gottes ‚Ilu mit einer Salbe begegnet, die aus Hundehaaren und einer unbekannten Pflanze zusammengemixt und dem guten ‚Ilu auf die göttliche Stirn geschmiert worden war.

Dem weiterhin Unbedarften erschließt sich der Zusammenhang zwischen Katerstimmung und Hundehaaren wohl erst, wenn er die schottischen Gepflogenheiten kennt, die ein gewisser Cobham Brewer 1898 im „Dictionary of Phrase und Fable“ beschreibt:
Mittelalterliche Quacksalber im Reich der schottischen Könige aus dem Hause Steward behandelten Bisswunden tollwütiger Hunde, indem sie einige Haare aus dem Schwanz des gleichen Tiers in die Wunde legten. Man kann über die praktische Durchführung und die objektiven Ergebnisse dieser Therapie sinnieren – deutlicher wird die Sache mit den Hundehaaren, erinnert man sich des Lysistrata-Dichters Aristophanes, der schon 350 v. Chr. in gleich zwei apokryphen Gedichten feststellte: „Similia similibus curantur“ – „Ähnliches heilt Ähnliches“.

Cobham Brewer führte zudem Erkenntnisse des Hippokrates von Kos, allgemeine Postulate der klassischen Homöopathie sowie in den 1930er Jahren äußerst beliebte Cocktails an, deren Namen bezeichnenderweise „Morning Glory“ waren und die in englischen Hotels zum Frühstück gereicht wurden.

Morning Glory Fizz:
– 4 cl Scotch Whisky
– 3 cl Absinthe
– 1 Eiweiß
– 2 cl Limettensaft
– 2 cl Zitronensaft
– 2 TL Läuterzucker

Die vielen Zutaten kräftig und lange auf Eis shaken und in ein Longdrinkglas abseihen. Behutsam mit Sodawasser aufgießen und genießen. Wer allerdings trotz aller Morning Glory ausnahmsweise gerade nicht in der Lage ist, Absinth mit Scotch lange und kräftig auf Eis zu shaken, greift doch fixer zum Konterbier.

So beweisen alle diese Fakten den Zweck des Konterbiers: Gleichem mit Gleichem begegnen – um die Nerven zu beruhigen …

Konterbier international

Konterbier vereint die Welt! Während die Österreicher vom Reparaturbier sprechen, heilen auch die Magyaren Gleiches mit Gleichem. Die Ungarn sagen „kutyaharapást szőrével“, um auszudrücken, dass die Lösung eines Problems das Problem selbst ist. In Irland ist „The Cure“ als die Gothic-Band von Superstar Robert Smith bekannt, deren 1992er Nummer „Friday I’m in Love“ sechs Wochen in den UK Top 10 war und sich entfernt auch mit dem Kater am Samstag auseinandersetzt. Andererseits benutzen die Iren mit „The Cure“ Haare des Hundes recht sarkastisch, wenn sie fragen:
„Möchten Sie ein Heilmittel?“

Im mittelamerikanischen Costa Rica bestehen gewisse Analogien – nur das die Einheimischen nicht Hundehaare, sondern Schweinehaare benutzen. Borsten verwenden sie nicht – aber vielleicht zeigen sich die Leute in und um San José nicht, wo der Frosch die Locken hat, sondern wo das Schwein die Locken hat, wenn sie „pelos de la misma Chancha“ verwenden, um dem Kater zu begegnen. Die Bewohner Costa Ricas lebt nach dem Wahlspruch „¡Vivan siempre el trabajo y la paz!“ (span. für: „Es leben für immer die Arbeit und der Friede!“) … und es lebe das Konterbier – möchte man hinzufügen.

In Polen, Kroatien, Bosnien, Slowenien und in Russland ersetzt man das Haar des Hundes durch einen Keil. Hier verdrängt man einen allzu festsitzenden Keil mit einem anderen. Daher stammt der polnische Tipp: „Wybijać klin klinem“. Die Russen verwenden hier übrigens опохмелка (opohmelka = „nachdem er betrunken“).

Auch in Portugal schlägt man den Kater mit Alkohol: „uma rebatida“. Sagt man in Rumänien „Cui Cui pe se scoate“, soll ein Nagel am effektivsten mit einem Nagel herausgezogen werden; das bulgarische „Клин клин избива“, das italienische „Chiodo Scaccia chiodo“ sowie das türkische „Çivi çiviyi söker“ schließen sich dieser Vorgehensweise selbstverständlich im übertragenen Sinne an – kein Rumäne, Italiener, Bulgare oder Türke würde einem Kater direkt mit Nageln begegnen – oder?
Apropos Italien: In der italienischen Sprache wird das Wort „richiamino“ mit „kleinen Rückruf“ übersetzt – ein Rückruf ist eine Auffrischungsimpfung. In diesem Zusammenhang wird die Auffrischungsimpfung auch für eine weitere kleine Dosis Alkohol verwendet, die man im Hangover konsumiert, um die Effekte des Katers zu reduzieren. Folglich muss man das Konterbier mit einer segensreichen Auffrischungsimpfung gleichsetzen – nicht nur in Bella Italia.

„Du er nødt til at klatre op i træet, hvorfra den faldt.“

In Schweden heißt das Konterbier vom Treriksröset bis hinunter zum Smygehuk “ återställare “ – Restaurator – und bei den Norwegern geht es als „repareringspils“ durch. Auch die Dänen sprechen vom Reparaturbier „reparationsbajer“, außerdem gibt es im kleinen dänischen Königreich das Sprichwort: „Man muss auf den Baum steigen, von dem man fiel“: „Du er nødt til at klatre op i træet, hvorfra den faldt.“

In Finnland spricht man von „tasoittava“ (Verlauf) oder „korjaussarja“ (Reparatursatz) und in Tschechien von „vyprošťovák“ für Rettungstrage. Dem martialischen Vergleich mit der Rettungstrage entsprechen die Tansanier, die den Begriff „kuzimua“ – „zu unterstützen, um aufzuwachen, nachdem einem Koma“ fürs kleine Konterbierchen verwenden. In Japan sagt empfiehlt man gegen Alkohol „迎 え 酒“ (Mukae-zake) und bei den Chinesen heißen Konterbier & Co.
„回魂 酒“ – Getränke, die die Seele zurückbringen.

Konterbier kulturell

Neben der eingangs erwähnten Komödie „The Hangover“ haben „Hair of the dog“ auch ihre Bedeutung in Stanley Kubricks 1980-Horrorfilm „The Shining“, nach Stephen Kings gleichnamigem Roman, in dem Jack Torrance
(Jack Nicholson ) an der Bar im Gold Room vom Bartender Loyd (Joe Turkel) gefragt wird:
Lloyd: „Was darf es sein, Sir?“
Jack: „Haare des Hundes, der mich gebissen hat.“
Lloyd: „Bourbon auf Eis?“
Jack: „Ganz genau, richtig.“
Weitere kulturelle Konterbier-Meilensteine sind das mehr als 1 Million Mal verkaufte 1975er Album „Hair of the Dog“ der schottischen Hardrock-Band Nazareth, alle Werke der keltischen Folk-Rock-Band Hair of the Dog sowie die reichhaltigen, beinahe schokoladigen Biere der 1993 in Portland gegründeten Hair of the Dog Brewing (http://hairofthedog.com/)